Das Zergelspiel – eine kleine Spielidee, die unglaublich viel Spaß bringen kann
Ein Zergel muss nicht teuer sein. Mit ein paar alten Fleece-Stoffresten lässt sich ganz einfach ein eigenes Hundespielzeug basteln. Und anschließend kann daraus ein richtig schönes gemeinsames Spiel entstehen.
Denn manchmal braucht es gar nicht viel: ein selbst gemachtes Zergel, ein bisschen Zeit und Lust, gemeinsam etwas auszuprobieren.
Das wird gebraucht
- Fleece-Stoff, zum Beispiel von einer alten Fleecedecke
- eine Schere
- 3 gleich lange Streifen Fleece, etwa 60–80 cm lang und 3–5 cm breit
Schritt für Schritt zum eigenen Zergel
1. Streifen zuschneiden
Drei gleich lange und möglichst gleich breite Fleece-Streifen zuschneiden.
2. Anfang verknoten
Die drei Streifen zusammenlegen und an einem Ende einen festen Knoten machen.
3. Zergel flechten
Die drei Streifen miteinander verflechten. Dabei ruhig etwas fester flechten, damit der Zergel schön stabil wird.
4. Ende sichern
Am anderen Ende ebenfalls einen festen Knoten machen. Überstehende Enden können anschließend etwas gekürzt werden.
Und schon ist das selbst gemachte Zergel fertig.
Jetzt wird gemeinsam gespielt
Jetzt kommt der Teil, der richtig Spaß machen kann.
Der Zergel darf zunächst ein bisschen bewegt werden. Vielleicht über den Boden, ein kleines Stück hin und her oder einfach so, dass er interessant wird.
Der Hund muss dabei nicht sofort loslegen. Vielleicht darf er erst einmal kurz zuschauen und abwarten.
Dann kommt das Freigabesignal:
„Nimm’s!“
oder
„Schnapp es dir!“
Und schon darf gemeinsam gespielt werden.
Ein bisschen ziehen, hin und her zergeln, den Zergel wieder bewegen und erneut anbieten – einfach ausprobieren, was dem Hund und seinem Menschen Freude macht.
Dabei muss das Spiel gar nicht perfekt aussehen. Es darf wild, lustig und voller Freude sein. Genau darum geht es schließlich.
Ganz nebenbei kann das „Aus“ entstehen
Nach einer kurzen Spielrunde lässt sich wunderbar ein Signal wie „Aus“, „Stopp“ oder „Fertig“ einbauen.
Kennt der Hund das Signal noch nicht, kann am Anfang ein kleines Leckerli helfen.
Das Futter wird an die Nase gehalten. Sobald der Hund den Zergel loslässt, wird genau in diesem Moment das gewünschte Wort gesagt und anschließend das Leckerli gegeben.
So entsteht nach und nach die Verbindung:
„Aus“ → Zergel loslassen → Belohnung.
Und danach muss das Spiel nicht vorbei sein.
Ganz im Gegenteil.
Der Zergel wird wieder interessant gemacht, der Hund darf kurz warten und anschließend heißt es wieder:
„Nimm’s!“
Und schon geht die nächste Runde los.
Eine kleine Portion Impulskontrolle
Aus diesem Spiel kann ganz nebenbei noch eine kleine Übung zum Warten entstehen.
Der Zergel wird kurz bewegt, der Hund wartet einen Moment und bekommt anschließend die Freigabe zum Spielen.
Dabei sollte die Wartezeit immer so gewählt werden, dass sie für den jeweiligen Hund gut machbar ist. Es geht nicht darum, möglichst lange auszuhalten. Viel schöner ist es, wenn der Hund merkt:
Warten lohnt sich – denn danach darf ich wieder mitmachen!
So entsteht ein tolles Wechselspiel aus warten, Freigabe, gemeinsam spielen, „Aus“ und wieder loslegen.
Und genau dieses Wechselspiel kann unglaublich viel Spaß machen.
Kreativ werden
Ist der Zergel erst einmal fertig, können ganz eigene Spielideen entstehen.
Vielleicht wird er über den Boden gezogen, kurz hinter dem Rücken versteckt, um eine Ecke bewegt oder für ein kleines Suchspiel genutzt.
Es muss dabei gar keinen festen Plan geben.
Einfach ausprobieren, was dem eigenen Hund Freude macht und welche Art des gemeinsamen Spiels am besten passt.
Denn am Ende ist der Zergel nur das Spielzeug. Das eigentlich Schöne ist die gemeinsame Zeit.
Viel Spaß beim Basteln, Ausprobieren und gemeinsamen Spielen!
Liebe Grüße
Sabrina










